Schnittstellenkompetenz

Die bisher anhaltende Praxis des Schwellenbau ist vor allem dadurch zu erklären, dass es bisher üblich ist, die verschiedenen Professionsbereiche nebeneinander her arbeiten zu lassen. Eine interdisziplinäre Betrachtung eröffnet jedoch ganz neue Perspektiven, um für innovative Unternehmen Wettbewerbsvorteile und für alle Nutzer von Architektur eine Qualitätssteigerung zu erzielen. Der demografische Wandel und die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) fordern Veränderung. Der Baubranche fehlt aktuell z.B. Wissen über die Bedeutung von Sturzprävention, Inklusion, Sozialraumorientierung, Diversity Management, Dezentralisierung von Komplexeinrichtungen und eine wirtschaftlich nachhaltige Finanzierung von Pflege und Assistenz. Die Sozial- und Pflegebranche verfügt über zu wenig Kenntnisse bezüglich Normen, Baurecht, empowernde Assistenzsysteme und technische Realisier- und Finanzierbarkeiten. Ich fülle die Schnittstelle dazwischen, ich weiß beispielsweise um die Bedeutung von Sturzprophylaxe in der Architektur und kenne die technischen Lösungen dafür. Ich spreche und verstehe die Sprache der Pädagogen und Pflegeexperten und ich spreche und verstehe die Sprache der Bauexperten.