Barrierefreiheit und Universal Design im Wohnungsbau ist bezahlbar

 

Ein Wohnungsbau, der von nahezu allen genutzt werden kann, ist wirtschaftlich machbar. Das ist mehr als Barrierefreiheit. In meinem neuen Brückenbautext, der zwischen den Professionen Planen und Bauen, Selbsthilfe, Pädagogik, Sonderpädagogik, Pflege, Universal Design und Design sowie Inklusion und Demografie vermittelt, beschreibe ich Lösungen für einen zukunftstauglichen Wohnungsbau mit spannenden Kostensenkungseffekten. Bei den längst vorhandenen Notstandsmeldungen hinsichtlich „Wohnungsnot für Senioren und Menschen mit Behinderung“ sind gesetzliche Streichungen an Barrierefreiheit im Wohnungsbau seitens der Politik inakzeptabel. Wirtschaftlich ermöglicht vorhandene Innovation ein so hohes Einsparpotential, dass mit intelligent geplanten inklusiven Wohnprojekten definitiv nicht mehr an Nullschwellen, Universal Design, Ressorceneffizienz und Barrierefreiheit „herumgespart“ werden muss. Die Fachzeitschrift BEHINDERTE MENSCHEN hat in der Ausgabe 6/2018 diesen neuen Brückenbautext mit folgendem Hinweis erstmals veröffentlicht:

Cover von BEHINDERTE MENSCHEN 6/2018, Veröffentlichung Brückenbautext inklusiv wohnen 2.0 von Ulrike Jocham, der Frau Nullschwelle

Der Bau von inklusiven Wohnprojekten mit Wohnungen, die jeder nutzen kann, ist finanzierbar. Das zeigt der neue Brückenbautext von Ulrike Jocham, der Frau Nullschwelle, den die Fachzeitschrift BEHINDERTE MENSCHEN erstmals öffentlich gemacht hat.

Leistbare Inklusion im Wohnbau

Eine neue Modulbauweise macht die Um­setzung der UN-Behindertenrechtskonven­tion im Wohnungsbau auch wirtschaftlich interessant und eignet sich bestens für sozialraumorientierte Wohnprojekte. Somit könnten auch Menschen mit einem intensi­veren Unterstützungsbedarf in den Genuss von selbstbestimmtem Wohnen kommen, meint Ulrike Jocham, die schon seit Jahren das von ihr entwickelte Konzept „inklusiv wohnen 2.0“ verfolgt. Sie hat Argumente und Informationen zur Modulbauweise in ei­ nem „Brückenbau­Text“ gesammelt, den sie an interessierte Menschen im Bau­ und So­zialbereich weitergibt. So spricht darin zum Beispiel Simon Lube, der Geschäftsführer der neu gegründeten Ladenburger Firma LFModulBau, die sich speziell des Themas Modulbau annimmt, den wirtschaftlichen Aspekt an: „Wenn zehn Geschosswohnungs­bauten die gleichen Grundrisse und die gleiche technische Ausstattung aufweisen, können von den Gesamtkosten zwischen 10 und 20 Prozent eingespart werden.“ Die Fassaden könnten jeweils anders gestaltet werden, es müsste somit keine Monotonie entstehen. Legt man die Einsparpotenziale auf den Bau eines 10 Mio. Euro teuren Wohnprojektes mit 60 Wohnungen um, las­sen sich, wie Jocham betont, rund 1 bis 2 Mio. Euro sparen. Eine schnellere Bauzeit biete weitere wirtschaftliche Vorteile. Der kom­plette Text dazu von Ulrike Jocham steht für unsere Abonnentinnen und Abonnenten in unserem Online­Extra zum Download bereit: www.behindertemenschen.at

Diesen Brückenbautext gibt es  nun auch hier: Inklusiv Wohnen 2.0 bezahlbar_UlrikeJocham_die-Frau-Nullschwelle_09.2018

Vorhandene Innovation muss dringend genutzt werden, wenn der demografische Wandel und die Inklusion gelöst werden wollen. Statt dessen tendieren aktuell leider mehrere Landesregierungen dazu, an den gesetzlichen Anforderungen an der Barrierefreiheit „herumzusparen“, anstatt nachhaltige, demografietaugliche und inklusive Innovationen zu nutzen. Es fehlt in der Politik an Schnittstellenkompetenz, an einem Know-how aus mehreren Fachgebieten und an der Bereitschaft vorhandene Systeme zu ändern.

Ulrike Jocham, die Frau Nullschwelle

 

Den Brückenbautext in HTML-Format gibt es hier.

Stattdessen sieht die Baupraxis fast überall grundlos noch so aus.

 

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