Zur Person

Zur Person Ulrike Jocham:

Ich bin die, die sich seit über 25 Jahren für Inklusion einsetzt und deshalb schon seit über 12 Jahren beständig und konsequent Nullschwellen fordert.

Ich bin die, die auch für Menschen mit einem intensiveren Unterstützungsbedarf das Recht auf Teilhabe fordert.

Ich bin die, die für eine konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einsteht. Beim Wohnen bedeutet dies, dass jeder entscheiden können muss, wo, wie und mit wem er leben möchte. Möglich sind derartige Wohnkonzepte mit Synergieeffekten und gesamtwirtschaftlichem Einsparpotential längst!

Ich bin die, die für die Endkunden eine stärkende (empowernde) Architektur will, um den Alltag von möglichst jedem Menschen zu vereinfachen (Diversity-Management)!

Ich bin die, die auch vor rund 100 Technikmännern begeistert für Nullschwellen einsteht, wenngleich fast die gesamte Baubranche bis heute an einer erstaunlich innovationshemmenden Schwellenbau-Obsession festhält.

Ich bin die, die für Nullschwellen die rechtlichen Anforderungen verbessert hat. Ohne mich gäbe es weder die Nullschwellen-Stellungnahme bezüglich der DIN 18040 aus dem Jahr 2013 noch den Nullschwellen-Runderlass vom MVI BW vom 16.12.2014.

Ich bin die, die mit ihrem Schnittstellenwissen Brücken zwischen den Professionen baut und dadurch bessere Lösungen fördert auch wenn die Kluften dazwischen noch so groß sind.

Ich bin die, die den Abbau von unsichtbaren Schwellen einfordert, damit möglichst niemand außen vor bleiben muss.

Ich bin die, die Nullschwellen bei Türen und Duschen liebt, weil sie den Quantensprung zu einer neuen Architektur-Qualität für alle darstellen!

Ich bin Ulrike Jocham, die Frau Nullschwelle!

Ulrike Jocham, die Frau Nullschwelle

 

Weitere Infos über mich und meine Schnittstellenkompetenz: Als junge Heilerziehungspflegerin habe ich in den 80er Jahren mehrere Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe und deren Verbesserungspotential kennen gelernt. Seither setze ich mich für alternative demografietaugliche und universell designte Wohn- und Betreuungskonzepte ein – wirtschaftlich effiziente Wahlalternativen zum Pflegeheim. Heute kann ich neben der Heilerziehungspflege interdisziplinäre Qualifikationen vorweisen: Dipl.-Ing. in Architektur, Weiterbildung in Sozialraumentwicklung und Forschung, Bausachverständige für Schäden an Gebäuden (DESAG) sowie Bausachverständige für Barrierefreiheit, Universal Design und Inklusion.

Am Beginn des neuen Jahrtausends bin ich nach meinem Studium der Architektur nach langen Recherchen auf eine Wohnkonzeption gestoßen, bei der ich persönlich erleben konnte, dass ältere Menschen selbst mit höchstem Hilfebedarf bis zum Tod in der eigenen Wohnung bleiben konnten und alle Menschen mit Menschen mit Behinderung, unabhängig von der Höhe des Assistenzbedarfs eine selbstbestimmte Wohnmöglichkeit in einer eigenen Wohnung erhielten. Durch eine multiprofessionelle Konzeption und Arbeitsweise der Professionellen aus Pflege und Pädagogik sind extrem spannende Synergieeffekte und Einsparpotentiale in der Pflege und Eingliederungshilfe entstanden – genau das, was wir heute flächendeckend dringend brauchen würden!

Von 2008 – 2011 war ich als Projektmanagerin in der Wohnungswirtschaft in Baden-Württemberg tätig, mit der Aufgabe, diese Wohnkonzeption aus einem anderen Bundesland und einer anderen Stadt nach Stuttgart zu implementieren. Dabei wurde ich baurechtlich und sozialrechtlich intensiv geschult. In dieser Zeit erlebte ich beständig, dass grundlegende Voraussetzungen von zahlreichen beteiligten Branchen und Behörden für das Erreichen der erstrebten Einsparpotentiale (z.B. der Betreuungspauschale, die im Betreuten Wohnen anfällt) strukturell in Stuttgart und Baden-Württemberg nicht vorhanden waren. Doch die Nullschwelle, die ich durch diese Wohnkonzeption kennen lernen konnte, war und ist ganz einfach möglich. Sie muss nur fachgerecht eingebaut werden.

Mit meinen multiprofessionellen Qualifikationen und meiner Schnittstellenkompetenz ist es mir nach meiner Zeit als Wohnprojektmanagerin gelungen, folgende richtungsweisende rechtliche Grundlagen zu verändern, die Nullschwellen zumindest innerhalb des barrierefreien Bauens vorschreiben:

Die Nullschwellen-Stellungnahme vom Arbeitsausschuss der DIN 18040 aus 2013 (gilt bundesweit): https://www.die-frau-nullschwelle.de/die-nullschwellen-stellungnahme/

Der Nullschwellen-Runderlass der obersten Baurechtsbehörde BW aus 2014: https://www.die-frau-nullschwelle.de/2014-nullschwellen-runderlass/

www.netzwerk-frey-de

Weiterhin ist es mir gelungen einen brancheneinschneidenden Vortrag auf den Netzwerkpartnertag in Heidenheim 2014 zu halten, bei dem ich einen der größten Fenster- und Türenhersteller Deutschlands so von Nullschwellen begeistern konnte, dass dieser den Automatisierungsprozess begann und ein Jahr später erstmals über 500 Nullschwellen im Geschosswohnungsbau einbaute. Mehr Infos dazu gibt es in meinem Text „Fortschrittlich und innovativ: Türen ohne Schwelle“

Unabdingbare Nullschwellen und der Mindeststandard Universal Design

Mit diesen rechtlichen Anforderungen und Grundlagen können flächendeckend demografietaugliche Neubauten entstehen. Meine zahlreichen Schreiben an Ministerien und Politiker haben wertvolle interdisziplinäre Informationen geliefert, die schon seit vielen Jahren Wohnungen beschreiben, die von nahezu allen Menschen genutzt werden können. Der von mir entwickelte Mindeststandard Universal Design ermöglicht ein Vielfaltsmanagement in einer vielfältigen und immer bunter werdenden Gesellschaft, das z.B. für Wohnungsunternehmen immer bedeutender wird. Sie und viele weitere brauchen Wohnungen die möglichst flexibel genutzt werden können, von jüngeren Menschen genauso wie von der Zielgruppe 50Plus, 65 Plus oder hochbetagten Menschen. Egal ob für Menschen mit oder ohne Behinderung, Wohnungen mit diesem Mindeststandard Universal Design ausgestattet, sind nicht nur ohne diskriminierende Erscheinungsbilder, sondern mit hochwertigem Design, das den Alltag von allen Menschen erleichtert. Lesen Sie mehr dazu in meinen Brückenbautext: „Inklusive Wohnarchitektur mit Vernetzung zum Gemeinwesen“, der im Herbst 2018 erstmals von der Fachzeitschrift BEHINDERTE MENSCHEN öffentlich gemacht wurde.

Universal Design und hochwertiges Design

Bei meiner Vermittlungstätigkeit zwischen den Professionen habe ich als Heilerziehungspflegerin Erfahrungen mit nahezu allen Behinderungsarten gesammelt (z.B. Menschen mit körperlichen Behinderungen, Menschen mit Sehbehinderung oder Vollerblindung, Menschen mit Hörbehinderung, Menschen mit sog. schwerster Mehrfachbehinderung, Menschen mit Sprachbehinderung, Menschen mit sog. „geistiger“ Behinderung – besser Lernschwierigkeiten). Als Dipl.-Ing. in Architektur kenne ich technische Lösungen und Planungsausführungen mit dem geforderten Universal Design der UN-Behindertenrechtskonvention. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung übersetzte ich bei meinen Beratungen in eine gute Gestaltung mit ergonomischen Vorteilen für alle Menschen. Barrierefreiheit geht auch ohne diskriminierende Erscheinungsbilder mit einer Verbesserung für alle!