Statt zukunftstauglicher Wohnungen: nicht barrierefreie Türschwellen, Türschwellen, Türschwellen?!

Eine technisch überholte 2 cm hohe Türschwelle mit Blick von innen. © Ulrike Jocham, die Frau Nullschwelle

Derartige 2 cm hohe Türschwellen werden grundlos zum Nachteil der Nutzer und der gesamten Bevöllkerung bis heute selbst in neuen Seniorenwohnungen fest eingebaut. Der wirtschaftliche Schaden ist immens, sie können nur extrem teuer zurückgebaut werden.

Nicht barrierefreie Türschwellen werden selbst innerhalb der Barrierefreiheit noch fast überall in allen Immoblien und leider auch in Seniorenimmobilien und in Immobilien der Behindertenhilfe verbaut. Für immer mehr Menschen mit Behinderung stellt dies eine Diskriminierung dar. Zusätzlich wächst der Schaden für die Käufer, Mieter und weitere Immobiliennutzer sowie für die Bürger und die sozialen Sicherungssysteme in schwindelerregende Höhen. Der demografische Wandel ist längst bekannt und alle Menschen brauchen eine sturzsichere Architektur, Senioren jedoch ganz besonders. Sturzprävention steht in der Pflege ganz oben. Jedes Kabel, jeder Teppichkante und jede Schwelle muss verhindert werden. Doch Türschwellen können nicht einfach weggeräumt werden wie Teppiche und Kabel. Sind diese gefährlichen Türschwellen einmal eingebaut, können diese nur extrem kostenintensiv und meist nur mit ganz großen Nachteilen zurückgebaut werden. Jeder zukunftstaugliche Neubau braucht gleich zu Beginn Nullschwellen. Technisch sind Nullschwellen bereits seit über 2 Jahrzehnten möglich. Wo bleiben die Innovationskraft und der Lösungswille für den demografischen Wandel????????

Senioren droht eine dramatische Wohnungsnot

„Senioren droht eine dramatische Wohnungsnot“, so lautete bereits 2014 eine alarmierende Meldung von Norbert Schwaldt, erschienen in der welt.de: https://www.welt.de/finanzen/immobilien/article131176553/Senioren-droht-eine-dramatische-Wohnungsnot.html

Dieser Fachartikel zur Seniorenwohnungsnot enthält aufschlussreiche Informationen. Laut GdW-Präsidenten Axel Gedaschko z.B. müsse die Bevölkerung dringend mit bezahlbaren und altersgerechten Wohnraum sowie mit entsprechenden Betreuungs- und Pflegeangeboten vor Ort versorgt werden – dies habe sogar eine Schlüsselfunktion für die Gesellschaft und die Baubranche.

Türschwellen nicht altersgerecht

Das Deutsche Ärtzeblatt hat schon 2005 in einer Veröffentlichung deutlich gemacht, dass alle 65Plusler zu der Hochrisikozielgruppe für Sturzgefahr zählen. Und für alle Menschen definiert der Arbeitsschutz bereits über 4 mm Höhenunterschied im Boden als Stolpergefahr. Trotzdem werden bis heute sturzgefährdende Schwellen sogar innerhalb der Barrierefreiheit verbaut. Doch neben diesen zahlreichen Türschwellen, die in barrierefreien Neubauten grundlos seit über 20 Jahren verbaut wurden, kommen noch die Türschwellen im ganz normalen Wohnungsbau hinzu. Und hier sind diese meist mindestens 5 cm hoch. Wer bezahlt den Rückbau von diesen tausend und abertausend zukunftsuntauglichen Türschwellen, die meist nicht nur die Erneuerung ganzer Außentüren erfordern?!

Unter diesen Umständen die Pflegeversicherungsbeiträge 2019 zu erhöhen, überträgt den Schaden dieser fragwürdigen Bauweise ungerechtfertigter Weise auf die Bürger und die sozialen Sicherungssysteme, die dafür nicht verantwortlich sind.

Ulrike Jocham, die Frau Nullschwelle

 

 

 

 

 

 

 

 

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