Start Nullschwellen-Petition: Ministerialdirigentin beachtet Gesetze und Vorschriften im Bereich Nullschwellen nicht?!

Start Nullschwellen-Petition: Wenn es irgendwo brennt, kann jeder die 112 wählen, wenn allerdings im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg ein ganz neuartiges „Feuer am Dach“ ist, wo kann dann alarmiert und welche Nummer kann dann gewählt werden? Mein Schreiben im Anhang schildert, wie Gesetze und Vorschriften zum Thema Nullschwellen nicht beachtet werden und welche überflüssigen innovations- und inklusionshemmenden Strukturen vorhanden sind. Effizientere Lösungsansätze gibt es ebenfalls!

Deshalb gibt es jetzt die Nullschwellen-Petition: Diese richtet sich an unseren Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, an alle Ministerinnen und Minister des Landes Baden-Württemberg, an alle baden-württembergischen Landesministerien sowie an alle zuständigen Fraktionsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten!

Die Vorgeschichte zur Nullschwellen-Petition

Der Auslöser der Nullschwellen-Petition: Das dringend zu prüfende Schreiben einer Beamtin in hoher Position!

Inklusion und demografischer Wandel können nur ressort- und fachübergreifend gelöst werden. Deshalb meine dringende Bitte: Nehmen Sie die folgende Nullschwellen-Petition im Anhang alle zur Kenntnis und handeln Sie disziplinübergreifend! Wir brauchen Lösungen und entsprechende Handlungen für eine immer älter werdende Gesellschaft und die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gilt es bereits seit 2009 umzusetzen. Die Zeit drängt! Ich freue mich über zahlreiche engagierte ressort- und parteiübergreifende Antworten. Verbesserung für alle Bürgerinnen und Bürger ist inklusiv, demografietauglich und wirtschaftlich möglich!

In meiner Tätigkeit als Frau Nullschwelle erlebe ich kontinuierlich, dass der Nullschwellen-Runderlass der obersten Baurechtsbehörde vom 16.12.14 und die bedeutende Nullschwellen-Stellungnahme von Arbeitsausschuss der DIN 18040 bereits aus dem Jahr 2013 viel zu wenig bekannt und an den geforderten Stellen bis heute fast überall verbotene Schwellen anzutreffen sind. Das muss sich zum Wohle aller dringend verbessern! Deshalb habe ich mit Unterstützung aus der Selbsthilfe insbesondere von dem Inklusionsaktivisten und Vorsitzenden des Vereins SELBSTBESTIMMT LEBEN IN LANDKREIS LUDWIGSBURG e.V. Antonio Florio und dem Experten in eigener Sache Michael Schima sowie der Fachzeitschrift BEHINDERTE MENSCHEN am 21.03.18 die Nullschwellen-Petition mit einem breit gestreuten Schreiben an folgende Personen und Behörden gestartet:

Ministerpräsident Winfried Kretschmann
Ministerinnen und Minister des Landes Baden-Württemberg
Thomas Strobel, Edith Sitzmann, Dr. Susanne Eisenmann,
Theresia Bauer, Franz Untersteller, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut,
Manne Lucha, Peter Hauk, Guido Wolf, Winfried Hermann Fraktionsvorsitzende Andreas Schwarz, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart,
Andreas Stoch, Dr. Hans-Ulrich Rülke
Landesministerien und Landtagsabgeordnete des Landes Baden-Württemberg Petitionsausschuss im Landtag von Baden-Württemberg

Zum kompletten Schreiben als Start der Nullschwellen-Petition geht es hier:

Nullschwellen-Petition_21.03.18_v

Hintergründe für die Nullschwellen-Petition: Treibende Kraft meines Einsatzes für Nullschwellen ist meine Vision einer flächendeckenden Umsetzung von inklusiven, demografietauglichen und universell designten Wohnprojekten, die eine wirtschaftliche, menschliche und ökologische Verbesserung für jeden einzelnen darstellen. Wenn Sie und ich mal alt sind, wünsche ich mir Wahlmöglichkeiten außerhalb von Discounter-Heimen. Mögliche Lösungen dafür kenne ich längst. Als Projektmanagerin in der Wohnungswirtschaft hatte ich zwischen 2008 und 2011 die Aufgabe, das Bielefelder Modell, das bereits seit den 1990er Jahren den Artikel 19 der UN-BRK umsetzt (also weit vor in Kraft treten dieser), in Stuttgart zu implementieren. Dabei konnte ich feststellen, dass die vorhandenen sozialen und pflegerischen Strukturen in Baden-Württemberg massive Optimierungen bedürfen, bevor dieses innovative, chancenreiche und wirtschaftliche Konzept hier überhaupt umgesetzt werden kann. Doch die passende Architektur ist schon längst (bereits seit den 90ern!!!!) sofort und ganz leicht realisierbar. Leider werden diese vorhandenen Chancen bis heute nahezu überall grundlos nicht wahrgenommen und mittlerweile ebenfalls vorhandene Gesetze und Vorschriften missachtet. Doch wir alle brauchen wirtschaftliche Lösungen für Inklusion in einer immer älter werdenden Gesellschaft!!! Die Zeit drängt und Immobilien sind keine kurzfristigen Wegwerfprodukte, jede unnötige gebaute Schwelle kann nur extrem kostenintensiv wieder zurückgebaut werden. Ich freue mich über jeden Nullschwellen-Unterstützer! Dieses Thema betrifft jeden einzelnen.

So ein Nullschwellen-Runderlass, der tiefgreifende Veränderungen von der gesamten Baubranche einfordert, hätte schon 2014/2015 mit einem entsprechendem interdisziplinären Change-Management eingeführt und umgesetzt werden müssen. Bis heute ist dieser bedeutende Nullschwellen-Runderlass viel zu wenig bekannt. Das zeigt allein die Baupraxis mit zahlreichen Türschwellen, die laut diesem Erlass zurückgebaut werden müssen. Wo informiert das Wirtschaftsministerium heute über diesen Nullschwellen-Runderlass? Architekten, Planer und Handwerker sind heute einer Vielzahl von Gesetzen und insbesondere DIN-Normen und Richtlinien ausgesetzt. Viele DIN-Normen widersprechen sich auch noch zusätzlich. Diese Berufsgruppen müssen dafür haften, wenn sie unzulässige Türschwellen zurück bauen müssen. Weshalb hat das Wirtschaftsministerium BW versäumt, eine so bahnbrechend große Veränderungen wie den Nullschwellen-Runderlass entsprechend bekannt zu machen und entsprechend zu informieren?

Mangel an interdisziplinärem Change-Management

Die Auswirkungen der unzulässigen Türschwellen sind für die Nutzer von Immobilien und für die Bauverantwortlichen fatal. Werden die Türschwellen wie hier nicht zurückgebaut und der Nullschwellen-Runderlass damit ignoriert, bleibt der Schaden und die schädlichen Auswirkungen bei den Nutzern, den Sozialversicherungsbeitragszahlern, bei den Steuerzahlern und bei jedem einzelnen Bürgern. Müssen die Türschwellen zurückgebaut werden, bleibt der Schaden bei den Bauverantwortlichen. Wie kann es sein, dass so ein Nullschwellen-Runderlass von einer Behörde so fragwürdig umgesetzt wurde?

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