weitere Unterstützung für die Schwellenfreiheit aus Sicht der Pflege

Und noch mehr Unterstützung für die Schwellenfreiheit und die Nullschwellen-Petition! Für alle Pflegefachkräfte, mit denen ich bis jetzt sprechen konnte ist ganz klar, dass 1 - 2 cm hohe Türschwellen eine inakzeptabel hohe Sturzgefahr für ältere Menschen darstellen. Dieses Wissen fehlt aktuell noch in der Bauindustrie. Weshalb diese Lehrplan-Lücke für z.B. Architekten, Bauingenieure und Handwerker überhaupt entstehen konnte, bleibt eine spannende Frage. Hier die Sicht auf 1 - 2 cm hohe Türschwellen von der erfahrenen Pflegefachkraft Eleni Palamouti:

Lieber Herr Ministerpräsident Winfried Kretschmann,
liebe Ministerinnen und Minister des Landes Baden-Württemberg
Thomas Strobel, Edith Sitzmann, Dr. Susanne Eisenmann,
Theresia Bauer, Franz Untersteller, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut,
Manne Lucha, Peter Hauk, Guido Wolf, Winfried Hermann Fraktionsvorsitzende Andreas Schwarz, Prof. Dr. Wolfgang Reinhart, Andreas Stoch, Dr. Hans-Ulrich Rülke
und liebe Landtagsabgeordnete des Landes Baden-Württemberg und sehr geehrter Petitionsausschuss im Landtag von Baden-Württemberg!

am 18.10.17 habe ich den untenstehenden Text an unsere Wirtschaftsministerin Frau Dr. Hoffmeister-Kraut gesendet und bis heute leider keine Antwort erhalten. Als erfahrene Pflegefachkraft möchte ich gerne die Petition von Frau Ulrike Jocham unterstützen (siehe unter: https://www.die-frau-nullschwelle.de/nullschwellen-petition-part-2/ ). In neuen Pflegeimmobilien, egal ob Betreute Wohnanlagen oder Pflegeheime, haben 1 – 2 cm hohe Türschwellen als enorme Sturzgefahren nichts zu suchen. Bitte klären Sie dringend, ob tatsächlich öffentliche Gelder als 4,4 Mio. zinsloses Darlehen (wie von der Badischen Zeitung berichtet), in den Bau der betreuten AWO-Seniorenwohnungen in Freiburg-Weingarten verwendet wurden. Wenn ja, weshalb? 1 – 2 cm hohe Türschwellen stellen eine immense Sturzgefahr für ältere Menschen dar und sind nicht barrierefrei. Bitte sorgen Sie für den Rückbau dieser Sturzgefahren!

Auf diese E-Mail vom 18.10.17 habe ich weder von Frau Dr. Hoffmeister-Kraut noch vom Wirtschaftsministerium eine Antwort erhalten:

Sehr geehrte Frau Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut,

das Schreiben, das die Ministerialdirigentin Kristin Keßler am 04.10.17 an Frau Ulrike Jocham gesendet hat, erstaunt mich als erfahrene Pflegekraft eines Klinikums hier in BW sehr! Von Frau Ulrike Jocham habe ich erfahren, dass im neuen Betreuten Wohnen der AWO Freiburg-Weinburg an den Zugängen zu den Balkonen überall zwischen 1 - 2 cm hohe Türschwellen eingebaut wurden. Weshalb werden bis heute neue Seniorenwohnungen wie diese mit gefährlichen Türschwellen ausgestattet, obwohl Nullschwellen längst möglich sind? Warum fördert das Wirtschaftsministerium laut einem Bericht der Badischen Zeitung so etwas auch noch? Der Runderlass vom 16.12.14 schreibt doch Nullschwellen vor und erklärt bis zu 2 cm hohe Schwellen als unzulässig!

0,5 - 2 cm Schwellenhöhe funktioniert für ältere Menschen und für Menschen mit Behinderung überhaupt nicht. Das ist allein schon wegen der Sturzgefahr sehr gefährlich! Pflegekräfte sind doch verantwortlich und zuständig für das Wohl von den älteren Menschen, die sie pflegen. 0,5 - 2 cm hohe Türschwellen sind schlecht für die Senioren und schlecht für mich als Pflegekraft. Die älteren Menschen brauchen mehr Kraft um diese Barrieren zu überwinden und ich als Pflegekraft auch. Vor allem besteht die große Gefahr, dass ein Patient stürzt während ich ihm helfe. Dann bin ich schuld?! Und es kann passieren, dass dabei nicht nur der ältere Mensch, sondern auch ich als Pflegekraft stürze! Bitte sorgen Sie dafür, dass diese Schwellen zurückgebaut werden. Derartige Gefahren haben im Neubau von Seniorenwohnungen wie der AWO in Freiburg-Weingarten nichts zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen
Eleni Palamouti

Alle Politiker, die Interesse am Thema haben, bitte ich um Unterstützung!!!

Mit freundlichen Grüßen

Eleni Palamouti

 

 

 

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