Novellierung der LBO BW

Meine Forderungen sind nicht utopisch! In Bielefeld geht es bereits seit 9 Jahren. In diesem Wohnprojekt gibt es keine Türanschlagschwelle an keiner einzigen Außentür. Über Jahre hinweg hat mich der Gründer vom Bielefelder Modell (aus dem wohnungswirtschaftlichen Bereich) Werner Stede (†) geschult, und mir bereits 2005 gezeigt, dass Nullschwellen an allen Außentüren und auch an allen Terrassen- und Balkontüren, selbst im sozialen Wohnungsbau längst wasserdicht möglich sind! Schwellenlose Türen sind für alle besser.

Novellierung der Landesbauordnung in Baden-Württemberg – es gibt viel zu tun!

Das Bauordnungsrecht ist im Bereich des Wohnungsbaus noch ganz weit von einer Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention entfernt. Es werden extrem viele Barrieren in neuen Wohnbauten und Geschosswohnungsbauten erlaubt, die in den nächsten Jahrzehnten extrem teuer auf Kosten der Bürger, der Steuerzahler und der Sozialversicherungsbeitragszahler wieder zurückgebaut werden müssen. Mein interdisziplinäres Wissen aus der Architektur, aus der Heilerziehungspflege, aus der Bauschadensermittlung uns aus dem inklusiven Wohnkonzept des Bielefelder Modells veranlasst mich zu handeln. Meine Entscheidung steht fest: Ich werde ab jetzt alles tun, damit die Landesbauordnung Baden-Württemberg endlich für alle besser wird!!!

 

Mein Schreiben vom 08.09.2014 an alle Fraktionsvorsitzenden der  Landtagsfraktionen sowie an die Staatssekretärin Gisela Splett

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Sie bitten die folgenden Punkte im Anhörungsverfahren für die Novellierung der LBO zu berücksichtigen:

  1. absolut schwellenfreie Wohnungen und öffentliche Gebäude für alle, auch für Familien (z.B. fordert die Disziplin Pflege und Medizin innerhalb von Lebensräumen eine entsprechende Sturzprophylaxe, schon ein paar Millimeter kann eine Sturzursache mit schwerwiegenden Folgen darstellen, über 20 Mio. Bürger zählen zu den besonders sturzgefährdeten Zielgruppen, dem gegenüber steht eine Baubranche, die selbst im Pflegeheimneubauten Türschwellen bauen, die technisch nicht mehr notwendig sind oder unter anderem in Hotel- oder Geschosswohnungsneubauten Duschwannen mit Schwellen einbauen, die technisch ebenfalls nicht mehr notwendig sind)
  2. ausreichende Bewegungsflächen von min. 120/120 Zentimetern (siehe Erfahrungswerte aus dem Bielefelder Modell, siehe ganz aktueller Artikel im Anhang)
  3. bezahlbarer schwellenfreier Wohnraum für alle nach Universal- Design-Prinzipien

Auf Grund meiner interdisziplinären Qualifikation als Dipl.–Ing. in Architektur und Heilerziehungspflegerin fühle ich mich der Sache besonders verpflichtet. Unter www.inklusiv-wohnen.de können Sie ausführlichere Informationen zu meiner aktuellen Informationskampagne Schwellenfreiheit finden. Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen oder Gesprächsbedarf zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike Jocham

Anhang: Benutzerfreundliche Architektur – In diesen Wohnungen kann jeder wohnen! Bei rund 40 – 60 Wohnungen werden im Bielefelder Modell ca. 2 Wohnungen mit den größeren Bewegungsflächen nach der DIN 18040 R-Standard (150/150 cm) benötigt, alle anderen Wohnen weisen min. 120/120 cm Bewegungsflächen und absolut schwellenfreie Außentüren auf. 

 

page1image65724480page1image65723328page1image65727360Novellierung der LBO BW – das komplette Schreiben von Ulrike Jocham vom 08.09.2014 als pdf: Stellungnahme_Novellierung LBO BW_UlrikeJocham_08.09.14

 

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