Lehrer mit Behinderungen

Ein Blick in die Schulen von früher zeigt, wieviel Weiterentwicklung möglich ist. Vielleicht können wir etwas mehr Gas geben?!
Foto: Ulrike Jocham

Dass auch Lehrer mit Behinderungen zu einer inklusiven Schule in einer vielfältigen Gesellschaft gehören, wird aus meiner Sicht viel zu wenig öffentlich diskutiert. Vor ein paar Jahren konnte ich einen Lehrer mit einer sog. Mehrfachbehinderung kennen lernen, der mit viel Freude an einer Schule unterrichtet hat. Die Arbeit mit den Schülern bereitete ihm sehr viel Spaß. Die Schwierigkeiten lagen eher darin, den Arbeitgeber zu überzeugen, dass er als Lehrer arbeiten konnte. Umso mehr habe ich mich über den Artikel „Seine Schüler hat er noch nie gesehen“ von David Kost in der Frankfurter Allgemeinen vom 05.11.18 gefreut, in dem über einen weiteren Lehrer mit Vollerblindung berichtet wird. Dieser Lehrer unterrichtet erfolgreich Geschichte an einem Gymnasium. Derartige Beispiele könnten noch viel mehr werden. Denn Menschen mit Behinderung haben sehr häufig ganz spannende Ressourcen. Wenn jemand aufgrund einer Behinderung etwas nicht kann, kann er erfahrungsgemäß auf der anderen Seite etwas anderes sehr gut, ja sogar viel besser als andere ohne Behinderung. Doch diese Potenziale werden leider noch viel zu wenig gesehen und genutzt.

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