Changing together

Die 15-jährige Greta Thunberg lädt zu einem Changing together ein und hält eine unglaublich geniale und fantastische Rede vor dem Weltklimagipfel. Bitte verbreiten Sie diese Rede so oft als möglich, damit möglichst alle Politiker, egal ob auf Kommunal-, Landes-, Bundes- oder Europaebene, diese auch erhalten. Es wird höchste Zeit für klare Worte und die Übernahme von Verantwortung für die Bürden, die unsere Politiker den nachfolgenden Generation auflasten.

Ich erlebe als Expertin für Barreirefreiheit, Universal Design, Inklusion und Nullschwellen eine mangelnde Übernahme von Verantwortung seitens der Politik, die ich erschreckend empfinde. Wenn die Politik selbst im Zeitalter des demografischen Wandels und der Inklusion die Errichtung von pflegeerzeugenden Pflegeimmobilien erlaubt und sogar noch monetär fördert, läuft etwas gewaltig schief. Nächstes Jahr sollen die Bürger höhere Pflegeversicherungsbeiträge bezahlen. Wieviel sollen denn bei so einer Baupolitik dann später unsere Kinder für die Pflegeversicherung bezahlen? Sind das verantwortungsvolle Demografiestrategien und Strategien für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention?

Bei Nullschwellen an Außentüren haben es alle Politiker im ganzen Bundesgebiet sehr einfach. Bereits 2013 konnte ich mit meinem interdisziplinären Einsatz die Nullschwellen-Stellungnahme vom Arbeitsausschuss der DIN 18040 erwirken (gilt bundesweit überall beim Bauen nach DIN 18040) und ein Jahr später sogar den Nullschwellen-Runderlass der obersten Baurechtsbehörde Baden-Württemberg (gilt für BW). Damit gibt es seit min. 5 Jahren die rechtlichen Grundlagen und seit min. 20 Jahren schon die technischen Lösungen für Nullschwellen. Weder die Bundesregierung, noch die Landesregierungen haben diese Chancen verantwortlich genug genutzt. Fast überall sind bis heute tausend und abertausend  fest eingemeiselte, demografie- und inkluisonsuntaugliche sowie nur extrem teuer und umweltschädlich rückbaubare Türschwellen anzutreffen. Was für eine wirtschaftliche Bürde hinterlassen die Verantwortlichen allein an dieser Stelle unseren heutigen Kindern?

Auch Landesregierung Baden-Württemberg ignoriert bei den längst möglichen Nullschwellen unter anderem die UN-BRK, den § 3 der eigenen Landesbauordnung (Sturzprävention?!), die Nullschwellen-Stellungnahme und den eigenen Nullschwellen-Runderlass an mehreren Stellen:

  1. im neuen Pflegeheim inkl. den neuen betreuten Seniorenwohnungen von Kleeblatt in Erligheim und in der neuen betreuten AWO-Seniorenwohnanlage in Freiburg-Weingarten, die sogar noch laut der Badischen Zeitung trotz nicht barrierefreien Balkon- und Terrassentüren eine beachtliche öffentliche Förderung erhalten hat (mehr dazu hier: https://www.die-frau-nullschwelle.de/wir-bleiben-dran-der-2-artikel-der-artikelreihe-schwellenfreiheit/ )
  2. im eigenen Neubau im Landtag Baden-Württemberg am Eingang (mehr dazu hier: https://www.die-frau-nullschwelle.de/verwendung-von-oeffentlichen-geldern-zur-missachtung-der-un-brk/ )

Diese Liste kann ich noch ausgiebig erweitern. Doch bis heute fehlen die beschriebenen Konsequenzen aus dem eigenen Nullschwellen-Runderlass. Wie lange soll das noch dauern?

Wenn Politiker selbst bei so einfachen Aufgaben scheitern, wie sollen sie denn komplexere Aufgaben bewältigen können? Nullschwellen müssen seit mindestens 5 Jahren einfach nur eingefordert werden. Dafür ist eine gewisse Konfliktfähigkeit gegenüber veränderungsunwilligen Systemen sowie ein gewisses menschliches, technisches und rechtliches Grundlagenwissen zum Thema Nullschwellen notwendig, welches sich jedoch durch Fachexperten für Nullschwellen aneignen lässt. Doch keine dieser notwendigen Schritte wurden vollzogen. Weshalb?

Möchten Sie so etwas weiterhin tolerieren?

Changing together! Let`s go.

 

 

 

 

 

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